Denn wenn es für dich günstig ist, zahlt jemand anderes dafür
Die Produktion ist eine komplexe Angelegenheit. Wir haben in unserem Team lange darüber diskutiert, wie und wo wir unsere Produkte herstellen sollen. Und wir haben uns für China (Shenzhen) und Vietnam (Ho-Chi-Minh-Stadt) entschieden.
Was bedeutet „ethische Produktion“ für uns?
Behandle deine Fabrik als Partner. Verstehe, dass beide Seiten ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Zahle einen fairen Preis (und eine Vorauszahlung), damit die Fabrik keine billigeren Subunternehmer oder Ausbeuterbetriebe beauftragen muss, damit sie ihren Mitarbeitern ein festes Gehalt inklusive Urlaubsgeld zahlen kann und damit sie die Mitarbeiter nicht bis zur Erschöpfung ausbeuten muss. Das bedeutet aber auch, realistische Erwartungen zu haben. Einigt euch auf (statt zu diktieren) Fristen und Produktionspläne. Besprich Arbeitsabläufe und Beschaffungsmethoden, damit es für alle einfacher wird.
„Made in China“ heißt also billig?
China ist nicht mehr das Land mit billigen Arbeitskräften, an das du dich vielleicht noch von vor 20 Jahren erinnerst. Aber es ist ein hochentwickelter Produktionsstandort, und eine Fabrik liefert genau die Qualität, die du von ihr verlangst. Wenn du billig willst, können sie billig liefern; wenn du hohe Qualität willst, ist das auch kein Problem. Unsere Taschen bestehen aus vielen verschiedenen Materialien (Stoff, Schaumstoff, Knöpfe, Reißverschlüsse usw.), die wir alle in China beschaffen können. (Unsere Oberstoffe werden allerdings in Taiwan entwickelt und produziert.) Während große Marken alle Materialien in China beschaffen, sie dann nach Italien verschiffen und dort zusammenbauen, um das „Made in Italy“-Logo verwenden zu können, halten wir die Produktion vor Ort. Wir arbeiten seit über 10 Jahren mit unserer Fabrik zusammen. Wir besuchen die Fabrik zweimal im Jahr und stehen wöchentlich per E-Mail und Zoom in Kontakt.
